Lebe deinen Traum

Bilanz 2016: Das Winter- und Sommermärchen der Leichtathleten

„Besser denn je“ hieß es im letztjährigen Jahresbericht. Wohlwissend, dass eine weitere Steigerung mehr als schwierig sein würde. Was aber dann ab Januar 2016 auf die Leichtathleten einstürzte, lässt sich nur schwer beschreiben. Nacheinander gab es ein Winter- und ein Sommermärchen. Und für die ganze Abteilung galt, was Hauptprotagonist Fabian Dammermann treffend für sich als Überschrift seiner Saison gewählt hat „Lebe deinen Traum“.

Das Wintermärchen: Deutsche Jahresbestzeit über 400 m in der Halle Ende Januar. Deutscher Meister Ende Februar mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung. Neue Jahresbestzeit dann noch einmal beim Hallenländerkampf im italienischen Padua.

Bydgoszcz

Danach der nahtlose Wechsel zum Sommermärchen: Deutsche 400 m Jahresbestzeit bei der U20-WM-Qualifikation in Mannheim. Gefolgt von der Weltjahresbestzeit über 4 x 400 m mit der Nationalstaffel. Nominierung für die U20-Weltmeisterschaft. Dort im Vorlauf europäische Jahresbestzeit und Qualifikation fürs Finale. Wo WM-Platz fünf folgte – fast selbstverständlich mit erneuter europäischer Jahresbestzeit. Zum Abschluss dann DM-Bronze über 400 m.

Hier könnte die Geschichte zu Ende sein. Ein Spitzenathlet – und sonst nichts? Nein, dieser Spitzenathlet ist das Ergebnis eines Teams, gewachsen aus und in der Gruppe, die (fast) tagtäglich trainiert.

Finn Stuckenberg
Felix Hasselmann

18.Juni 2016, Auestadion Kassel: Im 4 x 400 m-Vorlauf der Deutschen Meisterschaften begeistert das LG-Team über 10.000 Zuschauer, fordert den Deutschen Meister aus Chemnitz bis ins Ziel und liegt am Ende mit Weser-Ems-Rekord nur acht Hundertstel hinter dem mit Nationalmannschaftsathleten gespickten Sportinternats-Team zurück.

Tags darauf an gleicher Stelle: Mehr als 15.000 Zuschauer sehen im 4 x 400 m-Finale einen begeisternden LG-Auftritt. Platz zwei und Silber sind der Lohn – der Weser-Ems-Rekord wird nochmals um drei Sekunden verbessert. Die 3:15,71 sec hätten ein Jahr zuvor bei der U20-Europameisterschaft zum Finaleinzug und Platz sechs (!) gereicht!

Zwei Monate später erreicht das gleiche Team Rang fünf über 4 x 100 m – noch nie war eine Osnabrücker U20-Staffel bei einer DM besser platziert.

Im Juni zeichnen die Freunde der Leichtathletik die LG Osnabrück als einen von zehn Vereinen mit einem Hauptpreis beim Vereinsförderpreis aus. Im Juli stellt die bundesweite Zeitschrift „leichtathletiktraining“ das „Gretescher Modell“ vor. Und im September feiern zwei Teams der Gesamtschule Schinkel – fast durchgehend mit LG-Athleten besetzt – die Osnabrücker Premiere beim Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin.

Für die LG Osnabrück haben elf Aktive mit drei Staffel- und zehn Einzelstarts  an Deutschen Meisterschaften 2016 teilgenommen. Dazu kommen zwei Einsatze in der deutschen Nationalmannschaft mit einem Start bei der U20-Weltmeisterschaft sowie ein Einsatz in der Niedersachsenauswahl.

U20-Weltmeisterschaft
Fabian Dammermann (4 x 400 m)

Hallenländerkampf
Fabian Dammermann (400 m, Länderkampf Italien-Frankreich. Deutschland)

DM U23 (2 Tn):
Torben Flatemersch (3.000 m Hi, Cross), Lukas Jürgensen (10 km Straße)

DM U20 (8 Tn., 4 x 100 m, 4 x 400 m, 4 x 200 m Halle)
Marian Backs, Fabian Dammermann (400 m Halle, 400 m), Adrian Düring, Felix Hasselmann, Robin Mellenthin, Steffen Riestenpatt (Cross), Sebastian Stöckel (Cross), Finn Stuckenberg,

DM U18 (8 Tn., 4 x 100 m, 4 x 200 m Halle, 4 x 400 m)
Felix Hasselmann (Weit), Nils Huhtakangas (Cross, 2.000 m Hi), Finn Stuckenberg (400 m)

Ländervergleichskampf U16
Sören Wienke (800 m, Ländervergleichskampf der norddeutschen Landesverbände)

Tags: Rückblick 2016

Ein Beitrag von:

LG Osnabrück

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