Aktuelles

facebook

Fünf (5) Hundertstel fehlen

„Ein Satz mit X. Das war wohl nix“ – könnte es in Anlehnung an einen Kinderreim nach dem Besuch eines Sportfestes im sauerländischen Warstein heißen. Vier Athleten peilten auf den letzten Drücker (am morgigen Sonntag ist Meldeschluss) eine Norm für die DM Jugend in Ulm an – und alle vier scheiterten.

Dennoch wird der o.g. Spruch den Leistungen der Athleten nicht gerecht und ist eher ein Ausfluss der (zu hohen) Erwartungen und Ansprüche nach den letzten erfolgreichen Wochen und Monaten. Zehn (!) DM-Normen haben die U18- und U20-Jugendlichen erfüllt – eine bemerkenswerte Bilanz.

Ein reiner LG-Lauf über 400 m war einer der Höhepunkte der Veranstaltung. Nach DM-Platz acht mit der 4 x 400 m-Staffel in Erfurt wollten es Adrian Düring, Felix Hasselmann (beide U20) und Andre Rohling (U18) noch einmal wissen. 51,55 sec – Andre fehlten am Ende ganze fünf Hundertstel, um in Ulm starten zu dürfen. Adrian (50,95 sec) und Felix (51,24 sec) zeigten einmal mehr, dass sie zur niedersächsischen Spitze gehören – die Norm war aber leider nur bis zur 300 m-Marke in Gefahr.

Sein drittes 800 m-Rennen – zum dritten Mal unter 2:00 min – U20-Mittelstreckler Timon Schöning ist der Shooting-Star der Saison. Sören Wienke führte ihn zu starken 1:26,0 min bei 600 m – die letzten 200 m wurden dann lang und länger und länger und langsamer und langsamer. 1:59,06 min sind aller Ehren wert, aber doch deutlich über der Norm von 1:56,70 min.

Jungs, ihr habt Euch blendend verkauft. Und die DM-Einzelnormen fallen dann im kommenden Jahr – vielleicht sogar schon in der Hallensaison.

Fotos: Anton Siemer + Ingrid Wilke (Vielen Dank!)

facebook

Fabian Dammermann: „..und dann wird man nicht belohnt!“
(mit einem Foto von Iris Hensel - Vielen Dank!)

3:05,65 min – die Viertelmeiler des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) überzeugten bei der U23-Europameisterschaft im polnischen Bydgoszcz. Fabian Dammermann (LG Osnabrück), Maximilian Grupen (LV 90 Erzgebirge), Florian Weeke (LT DSHS Köln) und Constantin Schmidt (TG Obertshausen) gaben am gestrigen Abend auf der blauen Bahn des Zdzisław-Krzyszkowiak-Stadion alles, kämpften bis zur Übergabe bzw. Ziellinie. Allein, drei Staffeln – Großbritannien, Polen und Frankreich – waren schneller. „Da laufen wir so eine geile Zeit, und dann wird man nicht belohnt“, bahnte sich der Frust bei Fabian seinen Weg. Zu gern wären er und seine Teamkollegen bei der Abschlussfeier aufs Siegespodest gestiegen.

Schon im Vorlauf hatte die Staffel – mit Jakob Krempin (TSG Bergedorf) für Maximilian Grupen, gezeigt, dass die deutschen Langsprinter besser sind als ihr Ruf. Souverän dominierte man den ersten Vorlauf, auch wenn eine Hundertstelsekunde Vorsprung vor Großbritannien sich vielleicht anders anhört. Es blieb die schnellste Vorlaufzeit – und machte Hoffnung auf eine Medaille.

Wie in unserem Vorbericht zum Finale vorhergesagt, legten die favorisierten Teams noch eine Schippe drauf. Die Briten die prognostizierten drei Sekunden für Gold, Gastgeber Polen – zusätzlich gepuscht durch den vorhergehenden Sieg ihrer Mädchenstaffel – die ebenfalls vorhergesagten zwei Sekunden für Silber. Fabian & Co. konnten „nur“ eine halbe Sekunde gutmachen – was Frankreich nutzte, um mit 41 Hundertstelsekunden Vorsprung Bronze zu sichern. Da können auch Quervergleiche wenig trösten, verdeutlichen aber die gute Leistung: Das deutsche Männerteam beim Team-Europacup in Lille war nur eine Sekunde schneller unterwegs und hätte hier auch „nur“ Bronze gewonnen. Und bei der letzten U23-EM in Tallinn/Estland brachte das deutsche Team Bronze heim – mit einer schwächeren Zeit als 3:05,65 min.

Constantin, Fabian, Florian, Jakob, Maximilian – ihr habt einen guten Job gemacht, habt euch glänzend verkauft Und auch, wenn es kein Trost ist. Wie schreibt leichtathletik.de: „..eins darf man nicht vergessen: U23-Europameisterschaften sind eine Durchgangsstation auf dem Weg zu höheren Zielen.“ Vielleicht zur Heim-EM in Berlin?

Fabian war einer der jüngsten Teilnehmer dieser EM. Er darf, wie auch Maximilian, in zwei Jahren ein weiteres Mal bei der U23-EM starten. Und versuchen, dann die ersehnte Medaille zu holen. In zwei Jahren – wenig im Vergleich zu den 83 Jahren, die Osnabrück jetzt auf die nächste internationale Medaille eines in einem Osnabrücker Vereinstrikot startenden Athleten wartet.

Foto: Iris Hensel (Vielen Dank!)

instagram

Zdzisław Krzyszkowiak Stadium - Wir gratulieren LG-Athlet Fabian und dem gesamten deutschen 4x400m-Team mit Maximilian Grupen (@lv90erzgebirge_ ), Jakob Krempin (@tsgbergedorf_leichtathletik ), Constantin Schmidt (TG Obertshausen) und Florian Weeke (@ltdshs_koeln ) zum vierten Platz bei der U23-EM. Mit starken 3:05,65min habt Ihr eindrucksvoll gezeigt, dass der deutsche Langsprint eine Zukunft hat. Danke auch an das Betreuungsteam um Bundestrainer Marco Kleinsteuber. Wir sehen uns 2018 - zur Heim-EM in Berlin (@berlin.2018 ). #lgosnabrück #trackandfield #leichtathletik #Bydgoszcz2017 #berlin2018

instagram

Zdzisław Krzyszkowiak Stadium - Heute gilt's. Um 19.55 Uhr (Livestream bei www.european-athletics.org kämpft die deutsche 4 x 400 m-Staffel mit Fabian Dammermann (LG Osnabrück), Maximilian Grupen (LV 90 Erzgebirge), Florian Weeke (LT DSHS Köln) und Constantin Schmidt (TG Obertshausen) bei der U23-Europameisterschaft im polnischen Bydgoszcz um die Medaillen. Die Jungs gehen als Vorlaufschnellste von der Bahn 4 ins Rennen. Viel Glück! Osnabrück drückt Euch die Daumen! #lgosnabrück #trackandfield #leichtathletik #roadtobydgoszcz #Bydgoszcz2017

facebook

Heute 19.55 Uhr: EM-Finale mit Fabian Dammermann

Ein Traum wird wahr: Heute, 19.55 Uhr steht Fabian Dammermann (LG Osnabrück) im Zdzisław-Krzyszkowiak-Stadion in Bydgozcz/Polen an der Startlinie der Bahn 4. Im Nationaltrikot, auf der Brust den Deutschlandadler. Hinter ihm auf Bahn 2 Rumänien und Irland, vor ihm ab Bahn 5 Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien und Gastgeber Polen. Ermittelt wird der U23-Europameister, vergeben werden Gold, Silber und Bronze.

Mit einer imponierenden, souveränen Vorstellung qualifizierte sich das deutsche Team gestern für das Finale. Fabian, Jakob Krempin (TSG Bergedorf), Florian Weeke (LT DSHS Köln) und Constantin Schmidt (TG Obertshausen) schenkten dem Geburtstagskind Bundestrainer Marco Kleinsteuber (Magdeburg) nicht nur den Finaleinzug, sondern gleich dazu die schnellste Vorlaufzeit, eine Hundertstel vor Großbritannien.3:06,19 min – nur 2011 war ein deutsches Team in den Vorläufen schneller unterwegs.

Gegen 19 Uhr am gestrigen Abend hatte dann der Bundestrainer die wohl schwerste Entscheidung eines Trainers getroffen. Da Maximilian Grupen (LV 90 Erzgebirge) neben dem Deutschen Meister Constantin Schmidt für das Finale gesetzt war, galt es, aus den drei am erfolgreichen Vorlauf beteiligten Langsprintern zwei auszuwählen. Nominiert wurden letztlich in dieser Laufreihenfolge Fabian, Maximilian, Florian und Constantin, die allesamt die Enttäuschung des nicht eingeplanten Jakob nachvollziehen konnten.

Nun muss die ganze Konzentration dem Finale gelten, das ungeachtet des guten Vorlaufes kein Selbstläufer werden dürfte. Briten, Italiener und Polen werden noch Langsprinter einwechseln, die in den Einzelrennen über 400 m gezeigt haben, dass sie zur europäischen Spitze gehören Und der Blick auf die bisher ausgetragenen elf Europameisterschaften zeigt, dass man für Gold durchschnittlich 2,82 sec, selbst für Bronze noch durchschnittlich 1,99 sec schneller als der Vorlaufschnellste sein muss. Ein hartes Stück Arbeit – aber es ist den Jungens zuzutrauen.

Viel Glück, Fabian. Haut rein, Jungs! zeigt, was ihr, was deutsche 400 m-Sprinter können!

Den Livestream gibt es unter www.eurovisionsports.tv/eaa/, aber auch über www.leichtathletik.de (dann unter Top-Events die U23-EM Bydgoszcz wählen) oder unter www.european-athletics.org (dort wird es gleich oben auf der Startseite angeboten). Viel Spaß!.

instagram

Zdzisław Krzyszkowiak Stadium - Schnellste Staffel nach den Vorläufen! Die deutsche 4x400m-Staffel mit überzeugendem Startläufer Fabian von der LG gewinnt den Vorlauf der U23-Europameisterschaft im polnischen Bydgoszcz. In 3:06,19 min setzen sich die Deutschen mit einem Vorsprung von einer Hundertstelsekunde vor den Jungs aus Großbritannien durch. Morgen geht es im Finale um die Medaillen! #lgosnabrück #trackandfield #leichtathletik #roadtobydgoszcz #Bydgoszcz2017

instagram

Sportpark Gretesch - Vom Leistungsträger zum Lastenträger - bei der LG ist man vieles zugleich. André ist, zumindest gemessen an der Häufigkeit an Posts in denen er auftaucht, definitiv ein Leistungsträger. Beim Training im Heimstadion der LG ist das jedoch nicht zu merken. Hier trainieren alle Alters- und Leistungsgruppen zur gleichen Zeit am gleichen Ort, daher übernimmt jeder Aufgaben und auch ein Leistungsträger kann hin und wieder zum Lastenträger mutieren. #lgosnabrück #trackandfield #leichtathletik #team

instagram

Zdzisław Krzyszkowiak Stadium - Auf geht's. Im polnischen Bydgoszcz startet die U23-Europameisterschaft. Im deutschen Team, das die Siege in der Medaillen- und Nationenwertung verteidigen möchte, LG-Athlet Fabian Dammermann. Der deutsche U23-Vizemeister absolviert seinen vierten Einsatz im Nationaltrikot binnen 16 Monaten. Wir wünschen Fabian und der deutschen 4x400m-Staffel sowie dem gesamten deutschen Team viel Glück und drücken die Daumen. #lgosnabrück #trackandfield #leichtathletik #roadtobydgoszcz

instagram

Zdzisław Krzyszkowiak Stadium - Schöne Grüße aus dem Stadion von Bydgoszcz/Polen von Fabian, hier mit dem deutschen U23-Meister Constantin Schmidt. Ab Donnerstag stehen die U23-Europameisterschaften auf dem Programm. Die 4x400 m-Staffel startet am Samstag (Vorlauf) und Sonntag (Finale). Fotografiert hat Staffelkollege Jakob Krempin. #lgosnabrück #trackandfield #leichtathletik #roadtobydgoszcz

facebook

3:21,75 min - DM-Achte!

Erfurt, Sonntag, 13.40 Uhr. Von der großen Anzeigetafel im Steigerwaldstadion blickt uns Adrian Düring an, zeigt auf das LG-Logo seines Trikots. Ein Traum ist wahr geworden, das große Ziel erreicht, der Hattrick geschafft: Die 4 x 400 m-Staffel der LG Osnabrück steht nach 2015 (Nürnberg) und 2016 (Kassel) das dritte Jahr in Folge im Finale der deutschen Meisterschaften, wird vom Stadionsprecher als letztjähriger Vizemeister angekündigt..

„Ich fühle mich nicht ganz fit“, mit dieser Hiobsbotschaft hat Adrian morgens den Trainer begrüßt. Schade. Wo er am Samstag im Vorlauf den Turbo zündete, ist jetzt, nach 290 m – der Ofen aus. Adrian kämpft, rettet sich ins Ziel, Finn startet die Aufholjagd.

Und wie. Nach knapp über 49 Sekunden übergibt er an Andre Rohling. Der Georgsmarienhütter, im September letzten Jahres ohne jede Staffelerfahrung zum Team gestoßen, verkauft sich erneut glänzend und reicht den Stab mit Schlagdistanz zum Feld weiter.

Schlussläufer Felix Hasselmann bringt die meiste Erfahrung mit – es ist sein drittes DM-Finale über 4 x 400 m, sein insgesamt sechstes Staffelfinale bei einer DM. Trotz langer Verletzungspause liefert er auch bei seinem zweiten Auftritt an diesem Wochenende eine glänzende Leistung ab, kann aber leider keinen Platz mehr gutmachen.

3:21,75 min – nur die DM-Staffeln von 2005 und 2016 waren jemals schneller unterwegs. DM-Platz acht – nur 2005, 2015 und 2016 war die LG Osnabrück besser platziert. Einem sensationellen Vorlauf folgte ein Klassefinale. Eine Medaille – sie wäre in der Verfassung des Vorlaufes durchaus möglich gewesen.

Adrian, Finn, Andre und Felix haben einen tollen Job abgeliefert, haben sich für ein hartes, aber gutes Trainingsjahr belohnt. Und freuen sich auf das Wochenende 21./22.07.2018 – alle vier sind bei der DM 2018 im Nürnberger Max-Morlock-Stadion noch in der U20 startberechtigt.

Foto: Ralf Görlitz (Vielen Dank!)

facebook

Fabian läuft ins DM-Finale!

47,51 sec – Platz vier im zweiten Vorlauf, insgesamt die sechstbeste Zeit in den Vorläufen. Fabian Dammermann (LG Osnabrück) qualifiziert sich bei seinem ersten Start bei einer Freiluft-DM der Männer auf Anhieb für das Finale der acht besten deutschen Langsprinter.

47,51 sec – Platz sechs. Vor einem Jahr wäre das für Fabian, sein Team und seine Fans Anlass zu Riesenjubel gewesen. Und jetzt? Es ist förmlich zu sehen und zu spüren, wie fast alle auf den Turbo, auf Fabians bekannt starke Zielgerade warten. Und die Stimmung nach unten geht, als sie weniger deutlich ausfällt als sonst und Fabian „nur“ Vierter wird. Vierter hinter dem aktuell zweitbesten Deutschen, hinter dem Vizemeister des Vorjahres sowie hinter einem schon vielfach international eingesetzten, arrivierten Athleten. Die drei werden im Finale am Folgetag die Plätze 2,4 und 5 belegen – allesamt mit Zeiten deutlich unter 47 Sekunden. Wie kann man da enttäuscht sein?

47,51 sec - wenn einer enttäuscht sein kann und darf, dann Fabian selbst. Natürlich wollte er deutlich schneller sein, träumte von der 46 vor dem Komma. Ging das Rennen stark an. Bei 200 m riss der Faden plötzlich, für fast fünfzig Meter „habe ich eher meinen Gegnern zugesehen als dass ich selbst gelaufen bin“. Danach lief es, lief er wieder, aber der Blackout hatte einige Zehntel gekostet.

„Es wäre schön gewesen, wenn ich es im Finale hätte gutmachen können“, ärgert sich Fabian über die verpasste Finalteilnahme. „Im Hinblick auf die U23-EM war mit dem Bundestrainer vereinbart, dass alle EM-Starter nur einen Lauf in Erfurt bestreiten – Einzel oder Staffel“, begründet Trainer Anton Siemer den für viele überraschenden Verzicht auf den Endlauf. „Im Finale sind die ersten Fünf persönliche Bestzeiten gelaufen, haben sich gegenüber dem Vorlauf um eine halbe Sekunde und mehr gesteigert. Ideal wäre es, wenn Fabian diese Steigerung bei den Europameisterschaften in Bydgoszcz in der deutschen 4 x 400 m-Staffel nachholen kann“, möchte der Trainer Fabian die in Erfurt „eingesparte“ Energie nach Bydgoszcz mitgeben.

Übrigens: Zum Thema "Stellenwert der Leistung" bzw. "Enttäuschung". Einen sechsten oder besseren Platz eines (Lang-)Sprinters in einem Osnabrücker Vereinstrikot bei einer DM der Männer dürfte es vor mehr als sechzig Jahren, Anfang der Fünfziger-Jahre des letzten Jahrhunderts, gegeben haben, als Hürdensprinter Hans Zepernick (Blau-Weiß Osnabrück) mehrfach sogar Deutscher Meister wurde.