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Gelungenes Nationalmannschaftsdebüt

Ein Wechselbad der Gefühle musste Fabian Dammermann am gestrigen Sonntag überstehen. Im Laufe des Vormittags verdichteten sich die Andeutungen, dass Fabian bei den World Relays in Nassau/Bahamas ins 4x400 m-Team rücken könnte. Gegen 12 Uhr Ortszeit das Gespräch mit dem Bundestrainer: Fabian läuft im B-Finale in der deutschen Staffel auf Position drei.

Fabian hatte sich samstags mit eingelaufen und das Team bis zum Callroom begleitet. Er absolvierte - wie vom Bundestrainer Eisenkolb (Hannover) empfohlen – einen Tempolauf über 300 m. „Der war in Ordnung und schneller als gedacht, obwohl ich bei dem Betrieb auf dem Aufwärmplatz einige Schlenker laufen musste“, kehrte Fabian mit einem guten Gefühl ins Hotel zurück.

Im Rennen war das deutsche Team schnell in der Defensive. Startläufer Alexander Juretzko (Hannover) tat sich auf der ungeliebten Außenbahn schwer, zumal er erst unmittelbar vor dem Lauf für seinen verletzten Trainingskollegen Alexander Gladitz (Hannover) eingesprungen war. Der deutsche Meister von 2016, Johannes Trefz (München) lieferte ein starkes Rennen ab, brachte das Team wieder ans Feld heran und war Schnellster seines Teilabschnitts.

Fabian übernahm gleichauf mit Kanada, musste (?) sich aber hinter dem Nordamerikaner einordnen. Nach 220 m ergriff er die Initiative und überholte eingangs der Zielkurve. Die Zielgerade gehörte wie schon so oft im Jugendbereich auch hier Fabian. Er überholte Polen und die Bahamas und übergab auf Rang vier. Die Auswertung des Weltverbandes IAAF zeigt für Fabian eine 47,61 sec und damit Rang vier unter den sieben Langsprintern seines Teilstücks. Schlussläufer Thomas Schneider (Leverkusen), der Hallen-Vizeeuropameister von 2011, brachte am Ende Platz sechs und 3:09,56 min nach Hause. In der Gesamtwertung lag Deutschland damit auf Rang 14.

„Wenn es keine Zeitnahme gegeben hätte, wäre ich super zufrieden. Mein Lauf fühlte sich gut an, drei Überholmanöver in einer Runde beim Debüt in der Männer-Nationalmannschaft sind eine Motivation für die Zukunft. Vielleicht hätte ich mich gleich zu Beginn vor Kanada setzen müssen – über einen solchen Fehler hab ich mich schon letztes Jahr geärgert. Ich hatte nach den Vorläufen am Samstag etwas Bammel vor den ersten schnellen 200 m fast aller Läufer. So bin ich leider zulange hinter dem Kanadier hergelaufen und wurde dadurch gebremst“, zeigte sich Fabian selbstkritisch. „Meine Stärke sind vor allem die letzten 100 m, das konnte ich auch hier zeigen. Schade, dass das Wetter deutlich schlechter als am ersten Tag war.“

„Fabian hat ein klasse Rennen gezeigt. Mit 19 Jahren und gleich im ersten Männerjahr in der Nationalstaffel – unglaublich. Man darf auch die nervliche Belastung nicht vergessen, die Fabian bravourös weggesteckt hat. Er war Zweitschnellster im deutschen Team und hat seine Nominierung gerechtfertigt. Die Zeit des Teams ist indiskutabel – aber aus der Ferne lässt sich schlecht beurteilen, welche Ursache das hat und wie die äußeren Umstände waren. Generell blieben alle Staffeln deutlich über ihren Möglichkeiten“, schildert Trainer Anton Siemer, der per FaceTime vor und nach dem Rennen Kontakt zu seinem Schützling hatte.

Foto: Uwe Lewandowski (Vielen Dank!)

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Nationalmannschaftsdebüt

Mit der Veröffentlichung durch den Weltverband auf www.iaaf.org dürfen wir an dieser Stelle Fabian Dammermann zum Debüt in der A-Nationalmannschaft gratulieren. In ca. einer Stunde, um 2.22 Uhr, wird Fabian als dritter Läufer der 4 x 400 m-Staffel im B-Finale der World Relays Bahamas 2017 den Stab übernehmen und um die Stadionrunde tragen.

Das deutsche Team in der Besetzung Alexander Juretzko – Johannes Trefz – Fabian Dammermann - Thomas Schneider will versuchen, die Vorlaufzeit von 3:07,80 min zu unterbieten.

Fabian ist erst der neunte Leichtathlet in einem Osnabrücker Vereinstrikot, der bei den Erwachsenen für Deutschland startet. Bei den Frauen war es zuletzt 1988 Geherin Barbara Kollorz (LG OSC/TSG Osnabrück), bei den Männern 1969 Hindernisläufer Norbert Kepp (Polizei SV im deutschen B-Team) bzw. 1966 Kugelstoßer Wolfgang Reiss (OTV).

Auf www.watchathletics.com gibt es ggf. einen Livestream. Ansonsten wird der Lauf ca. zehn Minuten nach Zieldurchlauf auf YouTube hochgeladen,. www.iaaf.org bringt es nicht nur das Ergebnis brandaktuell, sondern auch einen Liveticker und ein Liveradio.

Viel Erfolg, Fabian. Zeig, was Du kannst!

Foto: Uwe Lewandowski (Vielen Dank).

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40 oder 600 km – Papenburg oder Bahamas

40 km in der Woche – für einen Mittelstreckler ein „Nichts“, für einen Sprinter ein „Ultramarathon“. Aber genau diese 40 km haben alle Teilnehmer am fünftägigen Trainingslager in Papenburg zurückgelegt – beim Ein- und Auslaufen vom Jugendgästehaus zum Waldstadion und zurück.

Zwischen Ein- und Auslaufen lagen natürlich noch acht Trainingseinheiten – Starts, Tempo- und Dauerläufe, Koordination – Stabilisation in allen Formen, Kraft, Technik und was die Faszination Leichtathletik noch so bietet. Und wer wollte, konnte morgens noch eine Sondereinheit Laufen oder abends eine regenerative Einheit mit Fußgymnastik oder gar Massage machen.

Einer machte aus den 40 km gleich 600 km – und statt zum Stadion zu laufen fuhr er zweimal nach Osnabrück und zurück. Aber was tut man nicht alles, um an einer Weltmeisterschaft auf den Bahamas teilzunehmen. Für drei Tage waren wir alle ein Stück Nationalmannschaft – Gänsehautfeeling inklusive. Fabian, wir drücken Dir die Daumen. Und besorgen uns schon mal einen Reisepass.

Ansonsten war Papenburg – wie immer. Tolle Unterkunft, hervorragende Verpflegung (Danke an das Team vom Jugendgästehaus), klasse Trainer/-innen (Danke an Natalija, Juri und Anton), ein motivierendes Stadion, idyllische Wege zum Laufen, Unmengen an Havreflarn (jetzt müsste man wie wir einen Schweden bei sich haben), viele, viele Gespräche, hilfreiche Tipps für Training und Wettkampf (und was man sonst noch so im Leben braucht), begeisternde Videos……
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Danke an die LG Papenburg/Aschendorf und den TV Papenburg, speziell Hermann-Josef Meyer und Renate Koch, für die Unterstützung. Und den Physiotherapeuten Gunter Claus, für seine problemlose und schnelle, vor allem aber wirksame Hilfe.

Und bevor das hier nicht immer so weiter geht mit dem Berichten und Danksagen. Kommt einfach mit, und ihr wisst, warum wir das Emsland als Trainingsort bevorzugen– das nächste Mal in der Karwoche 2018, vom 26.-30.März 2018.

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Erfurt, wir kommen!

Es war das „vereinbarte“ positive Signal an Fabian Dammermann auf den Bahamas: „Seine“ Jungs überzeugten bei den Landesmeisterschaften der Langstaffeln in Hildesheim auf der ganzen Linie und sicherten sich beide Titel in der männlichen Jugend U20.

Wobei „sichern“ an dieser Stelle eine Untertreibung ist. Sowohl die 4 x 400 m als auch die 3 x 1000 m-Jungs gestalteten ihre Läufe souverän, gingen die Rennen von der Spitze an und ließen in keiner Phase Zweifel aufkommen, dass sie nicht nur siegen, sondern auch die Fahrkarte zur DM in Erfurt einfahren wollten.

Gleich zu Beginn verblüffte die 3 x 1000 m-Staffel. Dass der extra früher aus Schweden zurückgereiste Nils Huhtakangas und Linus Vennemann als Aktive im Landeskader das Rennen zumindest mitbestimmen würden, war zu erwarten. Was aber Schlussläufer Timon Schöning in seinem ersten Bahnwettkampf zeigte, ließ selbst den Trainer staunen. Timon, angehender Abiturient des Carolinums und über die Schul-AG und JtfO entdeckt, war schneller als seine beiden Vorläufer unterwegs und trug Stab und Sieg sicher nach Hause. 7:58,86 min – so früh im Jahr war selten eine LG-Jugendstaffel so schnell. Deutlich wird die Qualität im Vergleich zu den hochkarätig besetzten Teams des Lokalrivalen OTB, die sowohl in der Männer- als auch der Juniorenklasse nur unwesentlich schneller waren.

DM-Vize gegen DM-Vierten – das 4 x 400 m-Rennen versprach höchste Spannung. Beide Teams starteten „runderneuert“ mit einer zur Hälfte neuen Mannschaft. In das-LG-Team rückten Adrian Düring und Andre Rohling. Die um den OTB-er Daniel Wieczorek ergänzte Nordkreisauswahl konnte auf Simon Preiss (Ankum) sowie dank einer neuen Startgemeinschaft auf den zweitschnellsten niedersächsischen Jugendlichen des Vorjahres, Thorsten Wilke (Bersenbrück), zurückgreifen.

Spätestens auf der ersten Zielgeraden mit Adrian Düring wurde der unbedingte Siegeswille deutlich. Adrian übergab als Erster auf Finn Stuckenberg. Andre Rohling zeigte ein bemerkenswertes 400 m-Debüt, Felix Hasselmann, abends zuvor vom Urlaub aus Barcelona zurückgekehrt, ließ gegen den Unter-50-Sekunden-Läufer Tim Struckmann nichts mehr anbrennen. 3:28,82 min - angesichts von Kälte und Wind kann sich die Zeit sehen lassen. Erfurt, wir kommen.

Zwischendurch traten die Mädchen auf die Bahn. Nach einigen Jahren Pause zeigten Carmen Riehemann, Katharina Schwanke, Cecilia Schowwe und die eigens aus Marburg angereiste Johanna Rasche wieder Flagge. 4:16,57 min sind bei diesem nicht nur nicht leistungsfördernden, sondern sogar leistungsverhinderndem Wetter aller Ehren Wert. Auch wenn der Jubel naturgemäß nicht überschäumend war - die Bronzemedaille im Frauenfeld ist ein gelungener Einstieg in die Sommersaison. Weiter so!

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Das Märchen geht weiter

Dienstag, 20.45 Uhr im Jugendgästehaus Papenburg: Telefonisch werden Fabian Dammermann und Trainer Anton Siemer informiert, das der Langsprinter der LG Osnabrück für die IAAF World Relays 2017, die inoffizielle Staffelweltmeisterschaft auf den Bahamas, (nach-)nominiert ist.

Gemeinsam mit Johannes Trefz (LG Stadtwerke München, u.a. Deutscher Freiluftmeister 2016), Thomas Schneider (TSV Bayer 04 Leverkusen, u.a. Hallenvizeeuropameister 2011), Alexander Gladitz (Hannover 96, u.a. Deutscher Hallenmeister 2015) und Alexander Juretzko (VfL Eintracht Hannover, u.a.2008 Bronze U20-WM 4 x 400 m) wird der deutsche Jugendhallenmeister des letzten Jahres die deutschen Farben in der Inselhauptstadt Nassau vertreten. Das große Ziel ist das Erreichen des A-Finals der acht besten Teams, gleichbedeutend mit der direkten Qualifikation für die Weltmeisterschaften im August in London.

Die Nominierung verdiente sich Fabian mit einer bemerkenswerten Hallensaison, der mit dem Verpassen des DM-Finales um zwei Hundertstelsekunden leider der abschließende Höhepunkt fehlte. Bei einem Leistungstest aller Staffelkandidaten konnte Fabian dann vor zwei Wochen Bundestrainer Edgar Eisenkolb von seinem aktuell guten Leistungsstand überzeugen.

„Ich fahre als Ersatzläufer nach Nassau. Dort werde ich alles an Erfahrung aufsaugen und mitnehmen“, freut sich Fabian, für den damit das Märchen weitergeht. Den Wintermärchen 2015/16 (Jugendhallenmeister, Länderkampfdebüt), Sommermärchen 2016 (WM-Fünfter 4 x 400m U20, DM-Vize 4 x 400 m U20) und Wintermärchen 2016/17 (DM-Siebter und Platz sechs der Hallenbestenliste) folgt nahtlos das Frühlingsmärchen 2017. Weiter so, Fabian! Wir, ja ganz Osnabrück drückt Dir die Daumen!

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Trainingslager Monte Gordo
Kurzentschlossen nutzte Langsprinter Fabian Dammermann die Chance, ein Trainingslager in Monte Gordo zu absolvieren. Zwei Wochen lang bereitete sich das starke Team der TSG Bergedorf, im Vorjahr u.a. Vierte der Deutschen Meisterschaften über 4 x 400 m, in dem portugiesischen 3.500 Einwohner-Ort auf die Saison vor. Die Regie lag bei Trainer Jürgen Krempin, der sich einen Namen u.a. als Trainer des aus Lingen stammenden Vizeweltmeisters (2001) und Europameisters (2002) Ingo Schultz machte.

Dank der Unterstützung durch seinen Arbeitgeber TSG 07 Burg Gretesch konnte Fabian sich kurzfristig, allerdings nur für eine Woche, einklinken. Trainer Anton Siemer sah darin eher einen Vorteil: „Die Beanspruchung ist doch enorm. Mit nicht einmal zwei Jahren Erfahrung im Leistungssport reicht die Woche, um die richtigen Akzente zu setzen“
Mit Jakob Krempin war ein weiterer B-Kader-Athlet vor Ort, der mit Fabian zum Perspektivteam des DLV für die diesjährige U23-EM in Bydgoszcz gehört. Beide waren unisono der Meinung: “Hier können wir uns gegenseitig ein wenig pushen. Und es ist ein schöner Vorgeschmack auf den Sommer, wo wir sicher einige Male gegeneinander und hoffentlich in der Nationalmannschaft miteinander starten werden.“

Fabian zeigte sich begeistert von den Bedingungen vor Ort: „Die sind einfach nur top. Gutes Wetter, 25 Grad, Sonne. Sogar der Wind hat schnell nachgelassen. Das Stadion ist schön, Halle, Kraftraum, Sprintgerade bergan mit Tartan. Das Hotel ist nur 200 m vom Strand entfernt und bietet einen Pool, den wir gleichzeitig als „Eisbad“ zur Erholung nutzen. Trainingseinheiten sind auch am Strand und im Gelände möglich. Eine Physiotherapeutin sorgt für die optimale Regeneration und hilft, dass wir für die nächste Einheit fit werden (Vielen Dank, Kassidy).“

Auch Jürgen Krempin war zufrieden: „Fabian ist ein sympathischer, leistungsorientierter Athlet, der sich schnell in die für ihn unbekannte Trainingsgruppe integriert hat. Er zeigt hier das Potential, Deutschland in der U23-Staffel zu vertreten.“

Foto: Sehen aus wie Schwimmer - sollen aber Leichtathleten sein!

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Gelungene Sportlerehrung und auf Wiedersehen 2018

Es war ein gelungener Abend in der Stadthalle Osnabrück. Die Sportlerehrung der Stadt Osnabrück für die Junioren und Erwachsenen am vergangenen Freitag bot einen würdigen Rahmen, die Erfolge des letzten Jahres noch einmal zu feiern und ins Bewusstsein zu rufen.

Wenn dann die NOZ schon um 23.01 Uhr mit Bildern und Bericht online ist und am Folgetag in der Printausgabe über fast eine volle Seite mit fünf Bildern, zwei Statistiken und der Übersicht aller Geehrten berichtet, wird deutlich: Sportliche Erfolge werden in Osnabrück auch über den Fußball und Basketball hinweg wahrgenommen (Zu Recht, denn, die Bemerkung muss erlaubt sein: Beide Sportarten waren bei der Ehrung nicht vertreten).

2017 war für den Osnabrücker Sport ein erfolgreiches Jahr: 96 Ehrungen für 133 Sportler aus 16 Vereinen und 19 Sportarten von Fechten bis Triathlon sprechen eine beredte Sprache. Die Leichtathletik stellte die „stärkste Fraktion“. Und dass die LG Osnabrück mit ihren Stammvereinen Osnabrücker Sportclub und TSG 07 Burg Gretesch mit elf Ehrungen und elf Aktiven vertreten war, darf uns mit Stolz erfüllen. Felix Hasselmann räumte gleich sechs Medaillen ab – Spitzenreiter an diesem Abend. Und Fabian Dammermann erhielt Gold – als einziger Leichtathlet unter den sechzehn Goldgewinnern (allesamt Deutsche Meister oder Mitglied einer Nationalmannschaft).

Wir gratulieren zur Auszeichnung: Marian Backs (Silber), Fabian Dammermann (Gold), Adrian Düring (Silber), Torben Flatemersch (Bronze), Felix Hasselmann (Silber), Nils Huhtakangas (Silber), Dominic Götz (Bronze), Fabian Kuhlmann (Silber), Robin Mellenthin (Silber), Finn Stuckenberg (Silber), Pablo Thöle (Bronze).

Auch an dieser Stelle danken wir ganz herzlich dem gesamten Team um Susanne Brans für die liebevolle Vorbereitung und Durchführung. Wir kommen 2018 gern wieder. Deshalb ist hier jetzt auch Ende mit Schreiben und das Training beginnt – schließlich wird man nur eingeladen, wenn man mindestens Niedersachsenmeister wird.

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Gute Zusammenarbeit mit dem Klinikum

Lt. der Homepage des Klinikums Osnabrück gab es bei der 7.Auflage des Wohltätigkeitslaufs am letzten Sonntag eine außerordentliche Promidichte – mit dazu zählten die Verantwortlichen die LG-Athleten Fabian Dammermann, den U20-WM-Teilnehmer, und Linus Vennemann, in dieser Hallensaison die Nummer zehn über 3.000 m der U18 in Deutschland.

Seit Gründung der Veranstaltung, die von Prof. Dr. Martin Engelhardt, dem Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie und Ärztlichen Leiter des Klinikums Osnabrück, und seinem Arztkollegen Dr. Casper Grim ins Leben gerufen wurde, sind die LG Osnabrück und ihre Stammvereine TSG 07 Burg Gretesch und Osnabrücker Sportclub dabei. Angeboten wird traditionell ein Bewegungsparcour für Kinder. Und im „Handgepäck“ sind die große Anzeigetafel, die den Teilnehmern erlaubt, ihre Leistung – sofern gewünscht, denn es ist ausdrücklich keine Wettkampfveranstaltung – einzuordnen, sowie die Startpistole. Erstmals gab es in diesem Jahr einen kleinen Stand, auf dem die LG für Ihre Arbeit warb.

Verbindendes Element von Klinikum und LG ist neben der Unterstützung der Kinderbewegungsstadt (KiBs) das leistungssportliche Engagement der beiden Macher Dr. Engelhardt und Dr. Grim. Beide waren mehrfach Mannschaftsarzt im deutschen Olympia-Team, Dr. Engelhardt ist zudem Präsident der Deutschen Triathlon Union und Mitglied der Expertenkommission des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Wohl kaum jemand in Osnabrück dürfte das „Wohl und Weh“ (im wahrsten Sinne der Worte) von Spitzen- und Leistungssportlern besser kennen. Der Kontakt zur Leichtathletik und zur LG mit den gerade aktuell so erfolgreichen Athleten war somit vorgezeichnet
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Mit 214 Läufern waren trotz des Schmuddelwetters sogar mehr Aktive als im Vorjahr dabei – und sorgten dafür, dass die Kinderbewegungsstadt mit fast 2.000,- EUR unterstützt werden kann. Auf diesem Weg ein DANKE an alle Teilnehmer. Und an die LG-Aktiven – die trotz des eigentlich freien Sonntags den Weg zum Finkenhügel fanden und geholfen haben.

Foto v.l. Cecilia Schowwe, Linus Vennemann, Fabian Dammermann und Dr. Casper Grim

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Nils überrascht erneut/weiter

Der frischgebackene DM-Cross-Fünfte der U18 gegen den DM-Cross-Siebten der U20, der Bundeskaderathlet gegen den aktuell nachnominierten Landeskaderathleten, der Niedersachsenmeister gegen den Norddeutschen Meister des Vorjahres über 2.000 m Hindernis – Lukas Bunzel (Eintracht Hildesheim) gegen Nils Huhtakangas (LG Osnabrück). Die Ausgangslage vor der heutigen Landesmeisterschaft der Männlichen Jugend U20 über 10 km Straße in Hannover-Bothfeld war selbst für die Experten mehr als spannend.

Im Nachhinein gibt es – dank Nils – keine guten Noten für den Krimischreiber. Anstatt die spannungsgeladene Ausgangslage weiter auf die Spitze zu treiben, nutzte Nils von Beginn an seine Chance. Relativ schnell setzte er sich von seinem Hildesheimer Konkurrenten ab, baute seinen Vorsprung Kilometer für Kilometer aus. 20 Sekunden – 30 Sekunden – 40 Sekunden Vorsprung – der Liveticker per WhatsApp für die Daheimgebliebenen war vermutlich spannender als das Renngeschehen vor Ort.

Nils nutzte die Möglichkeiten eines gemischten Rennens mit den Männern, reihte sich in eine Gruppe höher gehandelter Läufer ein und war von Beginn an klar auf Bestleistungskurs. 33:07 min zeigte die Uhr am Ende – fast genau anderthalb Minuten schneller als beim U18-Stadtrekord im Dezember letzten Jahres. Hinter Nils u.a. überraschend auch der Stadtrekordler im Marathonlauf, Marius Hüpel (Osnabrücker TB). Konkurrent Lukas Bunzel passierte die Ziellinie nach 34:06 min.

„Mit dem Sieg hatten wir spekuliert. Aber so deutlich und dann mit einer so starken Verbesserung, das ist fast sensationell. Nils hat seine gute Form von Löningen mitgenommen und hier optimal umgesetzt“, kommentierte Trainer Anton Siemer, der sich freute, dass nach Torben Flatemersch (U23) im Vorjahr wieder ein LG-Athlet bei den 10 km-Meisterschafen für Schlagzeilen sorgte.

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Marvin und Steffen unter besten Trainingslagerbedingungen in Flagstaff, AZ.

In einer spontanen Entscheidung haben sich die beiden an der Cameron University in Oklahoma studierenden Athleten zusammen mit ihrem Schweizer Teamkollegen Mirko Blättler auf die 12-stündige Fahrt gemacht. In acht Tagen nutzen sie den Spring Break des Semesters aus, um unter optimalen Bedingungen auf ca. 2.100m Höhe trainieren zu können. Flagstaff wird derzeit auch von vielen top DLV-Mittel- und Langstrecklern genutzt, um sich auf die Sommersaison vorzubereiten. Unter ihnen auch ein altbekanntes Gesicht aus dem Osnabrücker Raum, Jannik Seelhöfer vom SC Melle 03.

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Faustdicke Überraschung durch Nils - Nr. 7 in Deutschland

Auch wenn Trainer Anton Siemer per Tageszeitung die Top Ten anvisiert hatte: Was Nils Huhtakangas am gestrigen Samstag in Löningen bei den Deutschen Cross-Meisterschaften ablieferte, war eine faustdicke Überraschung: Rang sieben im Feld der besten deutschen U20-Aktiven, Rang vier im jüngeren Jahrgang 1999.

Das Winterhalbjahr hatte für Nils mit einer Riesenenttäuschung begonnen. Die Bewerbung des norddeutschen Meisters über 2.000 m Hindernis und zweifachen Landesmeisters (1.500 m + 3.000 m in der Halle) für den Landeskader wurde abgelehnt - ohne Begründung. In Löningen hat Nils die Reaktion gezeigt – als bester Querfeldeinläufer nicht nur Niedersachsens, sondern Norddeutschlands.

„Mitlaufen. Die Top Ten im Auge behalten und jede Chance nutzen“, die Regieanweisung von Trainer Anton Siemer war eindeutig. Lange schwamm Nils im Feld mit, bewegte sich zwischen Rang zehn und zwanzig. Machte Platz um Platz gut – realisierte, dass er „schon“ auf Rang neun liegt und packte die Chance beim Schopf (oder besser beim Zopf, durch den Nils bei jedem Rennen auffällt?). Klar, dass Nils sich mit seinem Kämpferherz im Spurt nicht schlagen lässt: Platz sieben. Unglaublich! Die erste DM-Urkunde für Nils. Wer hätte gedacht, dass ein Jahr nach Jannik Seelhöfers Vizemeisterschaft wieder ein Osnabrücker Läufer in die deutsche Cross-Spitze läuft? Herzlichen Glückwunsch, Nils!

Mit im Feld ist noch Timon Schöning. Es ist erst sein zweiter Wettkampf – Rang 47 ist aller Ehren wert. Anschließend geht noch Sebastian Stöckel bei den U23-Junioren an den Start. Über 8.000 m sind eine besondere Herausforderung. Sebastian meistert sie – und verkauft sich mit Rang 44 gut.

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Urkunde knapp verpasst
Die U18-Athleten machen aus LG-Sicht den Auftakt bei den Deutschen Cross-Meisterschaften in Löningen. Bei besten Bedingungen - sowohl was die Strecke als auch das Wetter angeht - mischen „Langstreckler“ Linus Vennemann, 800 m-Läufer Sören Wienke und Neuling Andre Rohling, der zwei Wochen zuvor in Sindelfingen in der 4 x 200 m-Staffel stand, im Feld der gut 100 Teilnehmer mit.

„Schauen, was geht“ ist die Devise, wobei Linus einen Blick auf die Top Twenty riskiert, während Sören und Andre möglichst wenig Platzierungspunkte sammeln wollen, um die Chancen der Mannschaft zu wahren.

Für Linus sind es am Ende drei Rennen in einem. Einer starken ersten Runde folgt eine zweite zum „Vergessen“, in der Platz um Platz verloren geht. Aber Linus zeigt seine gewohnten Kämpferqualitäten, fängt sich und kann in der dritten Runde etliche Positionswechsel rückabwickeln. Rang 26 kann sich sehen lassen.

„Hinten“ geht es für Sören und Andre vor allem ums Durchkommen. Gemeinsam behaupten sie sich an der Spitze des letzten Drittels im Feld – und können beide nach dem letzten Hügel noch den Turbo einschalten.

Der Freude, es geschafft zu haben, folgt die leichte Ernüchterung beim Blick auf die Ergebnisliste: Platz neun mit der Mannschaft, den Urkundenplatz acht um nur fünf (!) Punkte verpasst. Schade!